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Person in Anzug hält ein Tablet mit Marktübersicht, im Hintergrund unscharfe Finanzcharts mit steigenden und fallenden Kursen sowie dem Wort „Monatsrückblick“ zentral im Bild.
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EnergieMarkt im Mai 2026: Die entscheidenden Trends und Fakten

Helles, fotorealistisches Landschaftsbild mit Windrädern und sanften Bergen im Hintergrund, das die dynamische Stimmung des Energiemarkts 2026 symbolisiert.

Strom, Gas, CO2 und Erneuerbare im umfassenden Monatsrückblick

Unsere Themen in diesem Monatsrückblick

Zwischen Marktberuhigung und neuen strukturellen Risiken im Mai 2026

Der Mai 2026 zeigte am Energiemarkt ein widersprüchliches Bild: Einerseits wirkte die Lage weniger akut als in den ausgeprägten Krisenphasen der Vorjahre, andererseits nahmen mehrere strukturelle Risikofaktoren sichtbar an Bedeutung zu. Besonders im Gasmarkt rückte die Sommerbefüllung der Speicher in den Mittelpunkt.

Niedrige Speicherstände, die hohe Bedeutung globaler LNG-Ströme und geopolitische Unsicherheiten – insbesondere mit Blick auf den Nahen Osten und die Straße von Hormus – prägten die Markterwartungen. Gleichzeitig blieb der Strommarkt von einer zunehmenden zeitlichen Spreizung der Preise gekennzeichnet: hohe erneuerbare Einspeisung dämpfte Preise in einzelnen Stunden, während andere Zeitfenster weiter kostenintensiv blieben. Hinzu kamen steigende CO2-Preise und eine weiterhin hohe Relevanz von Flexibilität, Lastprofilen und Infrastrukturfragen für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber.

Was den Mai 2026 geprägt hat

  • Die Gasspeicherfüllstände blieben zum Monatsende bzw. Anfang Juni auf ungewöhnlich niedrigem Niveau; für Deutschland wurde zum 1. Juni ein Füllstand von 32,5 % ausgewiesen.

  • Die Sommerbefüllung der Gasspeicher entwickelte sich zum zentralen Markttreiber, da Europa weiterhin stark um verfügbare LNG-Mengen konkurriert.

  • Geopolitische Unsicherheiten rund um den Nahostkonflikt und mögliche Beeinträchtigungen wichtiger LNG-Transportrouten beeinflussten insbesondere den Gasmarkt und die Markterwartungen.

  • Der Stromterminmarkt zeigte im Mai eine schwankungsanfällige Entwicklung mit mehrfachen Richtungswechseln; preisdämpfende Impulse wurden wiederholt durch geopolitische Risiken und steigende CO2-Preise überlagert.

  • Der Strom-Spotmarkt blieb stark von Wetter, Solar- und Windeinspeisung geprägt und zeigte entsprechend hohe Volatilität.

  • Die relative Einspeisung erneuerbarer Energien stieg in den ersten Monaten 2026 weiter an: Photovoltaik legte im Vergleich zum Vorjahr um 9,0 % zu, die Windeinspeisung um 19,9 %.

  • CO2-Zertifikate verteuerten sich im Mai spürbar und setzten zusätzliche Aufwärtsimpulse für die Strompreisbildung.

  • Neben den kurzfristigen Marktbewegungen rückten Zukunftsthemen wie Elektrifizierung, Ladeinfrastruktur, Netzanschlüsse und Leistungsbedarfe stärker in den Fokus strategischer Entscheidungen.

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Strommarkt im Rückblick:

Strompreise wurden im Mai erneut von Gas, CO2 und wetterbedingten Effekten beeinflusst

Der Stromterminmarkt zeigte sich im Mai 2026 insgesamt schwankungsanfällig. Zu Monatsbeginn wirkten schwächere Gas- und Ölpreise zunächst preisdämpfend, bevor geopolitische Risiken und steigende CO2-Preise wieder für Aufwärtsimpulse sorgten. Die enge Kopplung des Strommarktes an den Gasmarkt blieb damit auch im Mai ein zentrales Strukturmerkmal. Zusätzlich gewannen wetterbedingte Faktoren an Bedeutung: höhere Temperaturen und Erwartungen an steigende stromseitige Nachfrage wirkten preisstützend, während erneuerbare Energien den Markt phasenweise entlasteten, den Einfluss fossiler Erzeugung aber nicht vollständig kompensieren konnten.

Im Betrachtungszeitraum vom 4. bis 29. Mai stiegen die Strom-Jahreskontrakte für 2027 um 1,7 %, für 2028 um 1,9 % und für 2029 um 2,4 %. Bei den Quartalskontrakten legte Q3 2026 um 8,8 % zu, Q4 2026 um 2,9 % und Q1 2027 um 1,2 %. Damit blieb der Mai zwar im kurzfristigen Verlauf von Richtungswechseln geprägt, in Summe zeigten die Terminmärkte jedoch eine moderate Aufwärtsbewegung.

Gerade für Unternehmen zeigt sich damit erneut, wie wichtig eine abgestimmte Beschaffungsstrategie ist: Nicht nur Preisniveaus, sondern auch Markttiming, Restmengenmanagement und klare Haltelinien gewinnen in volatilen Marktphasen an Bedeutung.“

Geschäftsführer Markus Barella

Preisentwicklung Strom | Spotmarkt

Strom | EEX Day-Ahead

Der Strom-Spotmarkt blieb im Mai 2026 deutlich von Wetterverlauf und erneuerbarer Einspeisung geprägt. Hohe Solarstrommengen sowie erhöhte Windstromeinspeisung führten insbesondere an Wochenenden und Feiertagen wiederholt zu sehr niedrigen oder negativen Preisen. Gleichzeitig sorgten Phasen geringerer Einspeisung oder steigender Nachfrage rasch wieder für Gegenbewegungen. Mit zunehmender Sonneneinstrahlung im Frühsommer verstärkte sich dieser Effekt zusätzlich.

Im Vergleich zum April lagen die durchschnittlichen monatlichen Spotpreise an der EPEXSPOT im Mai um 24,2 % höher. Im Webinar wurde allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Vergleich zwischen April und Mai aufgrund der feiertagsgeprägten Struktur beider Monate nur eingeschränkt einzuordnen ist. Unabhängig davon bestätigte sich die grundsätzliche Entwicklung: Der Spotmarkt ist nicht einfach nur „teuer“ oder „günstig“, sondern zeitlich immer stärker differenziert. Genau daraus entsteht für Unternehmen die wachsende wirtschaftliche Relevanz von Flexibilität, Lastmanagement und der bewussten Steuerung von Verbrauchszeiten.

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Gasmarkt im Rückblick: 

Niedrige Speicherstände und LNG-Abhängigkeit hielten den Gasmarkt unter Spannung

Der Gasmarkt wirkte im Mai auf den ersten Blick stabiler als in früheren Krisenjahren, blieb strukturell jedoch angespannt. Im Vordergrund stand die Frage, wie Europa und Deutschland die Speicher über den Sommer ausreichend befüllen können. Die deutschen Gasspeicher lagen zum 1. Juni bei
32,5 % und damit auf einem für diese Jahreszeit niedrigen Niveau. Im Webinar wurde hervorgehoben, dass die Speicher zu diesem Zeitpunkt in den vergangenen Jahren nicht niedriger gewesen seien – auch wenn daraus noch keine unmittelbare Mangellage abgeleitet wurde.

Zugleich blieb die Versorgungslage stark von LNG abhängig. Der Vortrag betonte, dass ein großer Teil der europäischen Gasversorgung inzwischen aus den USA kommt und sich die Abhängigkeit von globalen Entwicklungen dadurch weiter erhöht. Zusätzliche Unsicherheit entstand durch die geopolitische Lage im Nahen Osten und mögliche Verzögerungen im Zusammenhang mit der Straße von Hormus. Entscheidend war dabei weniger ein akuter physischer Mangel im Mai selbst, sondern vielmehr die Frage, wie sich blockierte oder verzögerte LNG-Transportkapazitäten mit Zeitverzug auf die Sommerbefüllung auswirken könnten. Entsprechend reagierte der Markt zunehmend erwartungsbasiert: Nicht erst reale Engpässe, sondern bereits veränderte Erwartungen führten zu Preisbewegungen.

Auch die Nachfrageentwicklung spielte eine Rolle. Im Webinar wurde darauf hingewiesen, dass der industrielle Gasverbrauch zuletzt wieder höher lag als in den Vorjahren. Damit traf eine anspruchsvolle Versorgungslage auf eine insgesamt keineswegs entspannte Nachfragesituation. Für Beschaffungsverantwortliche blieb damit die zentrale Frage, wie lange mit Restmengenbeschaffungen für 2027 und 2028 gewartet werden kann und an welchem Punkt Sicherheitslinien eingezogen werden sollten.

Gas | EEX Cal THE | Jahr 2027 - 2029

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Am Gasterminmarkt zeigte sich im Mai 2026 keine eindeutige Trendbewegung, wohl aber ein nervöses und nachrichtengetriebenes Marktumfeld. Rückläufige Tendenzen zu Beginn wurden im weiteren Monatsverlauf wieder durch geopolitische Einflussfaktoren und die Unsicherheit hinsichtlich der Speicherbefüllung überlagert. Im Betrachtungszeitraum veränderten sich die Jahreskontrakte wie folgt: 2027: -5,3 %, 2028: -2,9 %, 2029: +3,1 %. Die Quartalskontrakte lagen bei Q3 2026: -1,9 %, Q4 2026: -2,3 % und Q1 2027: -4,0 %. Damit zeigte die Kurve zwar in Teilen Entspannung, blieb aber alles andere als stabil.

Erdgas | EEX Day-Ahead

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Der Erdgasspotmarkt erreichte im Mai einen Monatsdurchschnitt von 47,552 €/MWh und lag damit 3,2 % über dem Aprilwert. Saisonale Effekte wie mildere Temperaturen wirkten zwar grundsätzlich preisdämpfend, wurden jedoch regelmäßig durch geopolitische Unsicherheiten überlagert. Insbesondere Nachrichten rund um den Nahostkonflikt und mögliche Beeinträchtigungen relevanter LNG-Transportrouten sorgten für Nervosität und kurzfristige Preisbewegungen. Gleichzeitig verhinderten stabile LNG-Zuflüsse und norwegische Lieferungen extremere Ausschläge. Insgesamt blieb der Spotmarkt damit volatil, aber in seiner Logik nachvollziehbar: Er reagierte weniger auf akute Knappheit als auf Risikoeinschätzungen und Erwartungen hinsichtlich der weiteren Sommermonate.

Erdgasspeicher | Deutschland

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Die Speicherentwicklung blieb der wichtigste Frühindikator für den weiteren Marktverlauf. Sowohl die Folien als auch das Webinar betonten, dass weniger die aktuelle Momentaufnahme als vielmehr der Sommerpfad der Einspeicherung für die Preisbildung entscheidend ist. Europa muss bis zum Winter ein ausreichendes Sicherheitsniveau erreichen, während gleichzeitig die Konkurrenz um LNG-Mengen hoch bleibt. Für den Markt bedeutete das im Mai: eine vergleichsweise stabile Gegenwart, aber ein sensibles Erwartungsumfeld für die kommenden Monate.

CO2-Zertifikate und Wechselwirkungen:

Steigende EUA-Preise setzten zusätzliche Aufwärtsimpulse für den Strommarkt

Die Preise für CO2-Zertifikate zogen im Mai 2026 wieder spürbar an, nachdem der Markt zuvor unter dem Eindruck politischer Diskussionen über die Weiterentwicklung des Emissionshandels zeitweise schwächer tendiert hatte. Im Berichtszeitraum schloss der betrachtete Leitkontrakt Dezember bei 80,63 €/t; die Preisentwicklung innerhalb des Monats lag bei +10,1 %.

Für den Energiemarkt war diese Entwicklung aus zwei Gründen relevant: Erstens fließen steigende EUA-Preise direkt in die Kostenstruktur konventioneller Stromerzeugung ein und setzten damit zusätzliche Aufwärtsimpulse am Stromterminmarkt. Zweitens erhöhte die politische und regulatorische Unsicherheit rund um den europäischen Emissionshandel die Volatilität und erschwerte die Planbarkeit. Im Webinar wurde entsprechend betont, dass steigende CO2-Kosten die ohnehin bestehende Herausforderung im Zusammenspiel von Strom- und Gasmarkt zusätzlich unterstützten.

EUA | EEX EUA Futures | Dec 2016

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Rolle der erneuerbaren Energien:

Mehr Solar- und Windstrom erhöhten die Spreizung am Strommarkt

Die erneuerbaren Energien blieben im Mai beziehungsweise im bisherigen Jahresverlauf 2026 ein wesentlicher Treiber der Strommarktlogik. Nach den vorliegenden Auswertungen nahm die Photovoltaik-Einspeisung in den ersten Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahr um 9,0 % zu, die Windeinspeisung um 19,9 %. Im Webinar wurde zugleich eingeordnet, dass insbesondere die Photovoltaik zunehmend relevanter werde und im laufenden Jahr höhere Energiemengen liefere als in den Vorjahren.

Diese Entwicklung wirkte preisdämpfend – allerdings nicht gleichmäßig. Gerade hohe Solarstrommengen in Mittagsstunden führten häufiger zu günstigen oder sehr niedrigen Preisen, während Abendstunden und Phasen schwacher Windeinspeisung kostenintensiv blieben. Damit verstärkte sich im Mai erneut die zeitliche Differenzierung des Strommarktes. Für Unternehmen folgt daraus, dass nicht nur der Energiebedarf an sich relevant ist, sondern zunehmend auch das konkrete Lastprofil und die Fähigkeit, Verbräuche zeitlich anzupassen oder mit Eigenerzeugung, Speichern und Beschaffung zu verzahnen.

Einspeisung Erneuerbare Energien

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Bedeutung für Ihr Unternehmen

Was Sie aus diesem Monat mitnehmen sollten

Der Mai 2026 hat gezeigt, dass sich die Energiepreise zwar zeitweise weniger krisenhaft bewegen als in früheren Ausnahmephasen, die Märkte aber keineswegs in ruhiges Fahrwasser übergegangen sind. Statt akuter Schocks prägen zunehmend strukturelle Fragen die Marktentwicklung: Wie verlässlich gelingt die Speicherbefüllung? Wie stark wirken LNG-Abhängigkeit und geopolitische Entwicklungen in die Preisbildung hinein? Wie sehr verändert die steigende erneuerbare Einspeisung die Wirtschaftlichkeit von Lastverschiebung, Flexibilität und Beschaffung? Für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber wird es damit immer wichtiger, Marktentwicklungen nicht isoliert nach Einzelpreisen, sondern im Zusammenhang mit Verbrauchsprofilen, Beschaffungszeitpunkten und Infrastrukturthemen zu bewerten.

Praktische Schlussfolgerungen

  1. Beschaffungsstrategien sollten auch in vermeintlich ruhigeren Marktphasen klar definiert, intern abgestimmt und mit Haltelinien versehen sein.

  2. Lastprofile gewinnen weiter an Bedeutung, weil sich Preisvorteile und Preisrisiken zunehmend aus dem Zeitpunkt des Verbrauchs ergeben.

  3. Eigenerzeugung, Speicher, Lastmanagement und Marktbezug sollten strategisch gemeinsam betrachtet werden.

  4. Infrastrukturfragen rund um Elektrifizierung und Ladeleistung sollten frühzeitig eingeordnet werden, auch wenn die konkrete Umsetzung noch nicht unmittelbar bevorsteht.

  5. Der Blick auf Gasspeicherstände und LNG-Marktpfade bleibt für die Bewertung der kommenden Monate zentral.

Expertenempfehlungen: Drei konkrete Punkte

Empfehlung 1: Prüfen Sie Ihre Beschaffungsstrategie für Strom und Gas auf klare Entscheidungslogiken für Restmengen und Folgejahre, insbesondere für 2027 und 2028.

Empfehlung 2: Analysieren Sie, an welchen Stellen Lastverschiebung, Flexibilität oder Speicher wirtschaftlich nutzbar werden könnten, um von der zunehmenden Spreizung am Strommarkt zu profitieren.

Empfehlung 3: Ordnen Sie frühzeitig ein, welche Auswirkungen Elektrifizierung, Ladeinfrastruktur und steigende Leistungsbedarfe künftig auf Ihre Standorte und Netzanschlüsse haben könnten.

Gute Energieentscheidungen entstehen nicht aus Hektik, sondern aus Orientierung, Struktur und einer realistischen Einordnung der Marktlage. Gerade in einem Marktumfeld, das weniger von einzelnen Krisenspitzen als vielmehr von strukturellen Veränderungen geprägt ist, bleibt genau diese Haltung für eine vorausschauende Energiebeschaffung entscheidend.““

Geschäftsführer Markus Barella

Einordnung zur Aktualität dieses Beitrages

Dieser Beitrag wurde im Nachgang zum EnergieMarktreport-Webinar erstellt und ordnet die Marktentwicklungen des Monats Mai 2026 retrospektiv ein. Er dient damit der nachträglichen Einordnung von Marktbewegungen, Preisentwicklungen und Einflussfaktoren des betrachteten Monats. Spätere Marktveränderungen, die nach dem Webinar beziehungsweise nach dem Berichtszeitraum eingetreten sind, sind in dieser Rückschau nicht berücksichtigt.

Der EnergieMarktreport - Sehen Sie die Aufzeichnung des letzten Monats

Immer einen Schritt voraus: Unsere Webinare zum Energiemarkt

Sie möchten die Entwicklungen im Energiemarkt stets im Blick behalten? In unserem monatlichen Energiemarkt-Webinar liefern unsere Expert:innen kompakte Informationen, fundierte Hintergründe und praxisnahe Einordnungen zu aktuellen Themen verständlich aufbereitet und mit Blick auf die Auswirkungen für Ihr Tagesgeschäft.

Gut zu wissen: Auch wenn Sie am Veranstaltungstag verhindert sind – alle Angemeldeten bekommen die Aufzeichnung im Anschluss per E-Mail.

FAQ - Schnelleinblick in die Marktentwicklungen im Mai 2026

1) Warum war der Gasmarkt im Mai 2026 besonders relevant?

Der Gasmarkt stand wegen der niedrigen Speicherstände, der Sommerbefüllung und der hohen Abhängigkeit von LNG-Importen besonders im Fokus.

Zum 1. Juni 2026 lag der Füllstand der deutschen Gasspeicher bei 32,5 %.

Mögliche Beeinträchtigungen wichtiger LNG-Transportrouten – darunter die Straße von Hormus – erhöhten die Unsicherheit am Gasmarkt und beeinflussten die Markterwartungen.

Die Jahreskontrakte stiegen im Betrachtungszeitraum für 2027 um 1,7 %, für 2028 um 1,9 % und für 2029 um 2,4 %.

Die Volatilität ergab sich vor allem aus Wetterveränderungen, hoher Solar- und Windeinspeisung sowie zeitweise steigender Nachfrage. Dadurch kam es zu sehr niedrigen Preisen in einzelnen Stunden und zu deutlichen Gegenbewegungen in anderen Zeitfenstern.

Der durchschnittliche monatliche Spotpreis an der EPEXSPOT lag im Mai 2026 um 24,2 % über dem Aprilwert, wobei dieser Vergleich wegen der Feiertagsstruktur nur eingeschränkt interpretierbar ist.

Der Erdgasspotmarkt erreichte im Mai einen Monatsdurchschnitt von 47,552 €/MWh und lag damit 3,2 % über dem Aprilwert.

Die EUA-Preise stiegen im Mai um 10,1 % und setzten damit zusätzliche Aufwärtsimpulse für die Strompreisbildung.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Photovoltaik-Einspeisung in den ersten Monaten 2026 um 9,0 %, die Windeinspeisung um 19,9 %.

Unternehmen sollten ihre Beschaffungsstrategie, ihre Lastprofile sowie mögliche Auswirkungen von Flexibilität, Eigenerzeugung und Elektrifizierung enger zusammen betrachten, um auf die zunehmende strukturelle Komplexität des Energiemarkts vorbereitet zu sein.

Unsere Marktbetrachtung als monatliches Dokument

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