Entwicklung des Emissions-Zertifikate-Marktes (EEX-EUA)
Die Preisentwicklung des Emissionszertifikate am europäischen Emissionshandel
Preisentwicklung der CO2-Zertifikate - Rückblick auf Mai 2026
Emissionszertifikate (EUA EEX futures) 04.05.2026 – 29.05.2026
Die CO2-Zertifikate-Preise, betrachtet am Leitkontrakt Dezember, haben in der vergangenen Woche mit 80,63 €/t geschlossen. Die Preisentwicklung innerhalb des Monats Mai lag bei:
Leitkontrakt Dezember: +10,1%
Preisentwicklung EEX CO2 - Zertifikate (EEX EUA)
Link zur Börse: https://www.eex.com/de/marktdaten/umweltprodukte/terminmarkt
Hier finden Sie die jeweils gültigen Tageshandelspreise.
Der Markt für Emissionszertifikate zeigte im Berichtszeitraum eine spürbare Dynamik und blieb ein wesentlicher Einflussfaktor für die Strompreisbildung. Insbesondere steigende CO₂-Preise in einzelnen Wochen sorgten für zusätzliche Aufwärtsimpulse am Stromterminmarkt, da sie direkt in die Kostenstruktur konventioneller Erzeugung einfließen. Gleichzeitig reagierte der Markt sensibel auf politische Diskussionen und regulatorische Erwartungen im Zusammenhang mit dem europäischen Emissionshandelssystem.
Neben fundamentalen Faktoren spielten auch spekulative Positionierungen eine Rolle, die kurzfristige Bewegungen verstärkten. Die dadurch entstehende Volatilität erschwert die Planbarkeit und erhöht die Bedeutung des EUA-Marktes für Beschaffungsstrategien.
Kurzfristig ist weiterhin mit schwankenden Preisen zu rechnen, da politische Signale und Markterwartungen den Handel dominieren. Mittelfristig hängt die Entwicklung stark von regulatorischen Entscheidungen und der weiteren Ausgestaltung des Emissionshandels ab. Langfristig bleibt der EUA-Markt ein zentrales Steuerungsinstrument der europäischen Klimapolitik und wird die Preisbildung im Energiemarkt nachhaltig prägen.
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Der EU-Emissionshandel hat das Ziel, die Treibhausgasemissionen (also der CO2 Ausstoß) aus der Nutzung fossiler Energieträger zu senken. Zum 1.1.2005 ist der Markt gestartet und betraf zunächst nur die Kraftwerksbetreiber zur Stromerzeugung und wenige weitere energie-intensive Industrien. Diesen wurden kostenlose „Verschmutzungsrechte“ in Form von CO2 Zertifikaten zugeteilt. Auf wenn es sich um kostenlose Zertifikate gehandelt hat, haben die Kraftwerkbetreiber die „Kosten“ direkt auf den Strompreis umgelegt.
Die Zuteilung kostenfreier Zertifikate sank bis 2020 um 1,74% jährlich und seit 2021 um 2,2% pro Jahr. Die Handelspreise waren in den ersten Jahren sehr niedrig und haben ihrer angedachten Funktion, Innovationen zur Emissionssenkung auszulösen, nur wenig bewegt. In den letzten Jahren hat sich das Preissystem hingeben deulich verändert.

