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Person in Anzug hält ein Tablet mit Marktübersicht, im Hintergrund unscharfe Finanzcharts mit steigenden und fallenden Kursen sowie dem Wort „Monatsrückblick“ zentral im Bild.
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EnergieMarkt im März 2026: Die entscheidenden Trends und Fakten

Helles, fotorealistisches Landschaftsbild mit Windrädern und sanften Bergen im Hintergrund, das die dynamische Stimmung des Energiemarkts 2026 symbolisiert.

Strom, Gas, CO2 und Erneuerbare im umfassenden Monatsrückblick

Unsere Themen in diesem Monatsrückblick

Ein Marktmonat zwischen fossilen Risikoprämien, Speicherunsicherheit und erneuerbarer Entlastung

Der März 2026 hat gezeigt, wie schnell sich geopolitische Unsicherheit wieder in Energiepreise übersetzen kann. Besonders der Gasmarkt reagierte deutlich auf Risiken im internationalen Umfeld, auf die niedrige Speicherlage in Europa und auf die Frage, wie die kommende Einspeichersaison organisiert werden kann.
Für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber war dieser Monat deshalb weniger durch eine einzelne Preisbewegung geprägt, sondern durch eine komplexe Marktlage: Gas wurde teurer, Strom folgte am Terminmarkt teilweise, CO₂ blieb politisch sensibel und erneuerbare Energien sorgten im Spotmarkt für Entlastungsphasen. Entscheidend ist daher nicht, den März nur als Preissteigerungsmonat zu lesen. Wichtiger ist die Frage, welche Marktbewegungen kurzfristig getrieben waren und welche strukturellen Hinweise sich daraus für Beschaffung, Risikoabsicherung und EnergieStrategie ergeben.

Was den März 2026 geprägt hat

  • Geopolitische Risiken wirkten unmittelbar auf die Preisbildung. Die Märkte reagierten nicht erst auf reale Knappheit, sondern bereits auf mögliche Eskalationen, Transportstörungen und unsichere politische Signale.
  • Der Gasmarkt wurde zum zentralen Risikotreiber. Besonders die Kontrakte für 2027 und die kurzfristigen Gaspreise standen unter Druck.
  • Niedrige Speicherstände erhöhten die Sensibilität. Die Speicherlage war keine unmittelbare Mangellage, verstärkte aber die Nervosität vor der Einspeichersaison.
  • Erneuerbare Energien wirkten entlastend, aber profilabhängig. Besonders Photovoltaik beeinflusste Tagesstrukturen im Stromspotmarkt.
  • Politische Eingriffe wurden selbst zum Marktfaktor. Diskussionen über Entlastungen, LNG-Strategien und CO₂-Regeln erhöhten die Unsicherheit, statt sie eindeutig zu reduzieren.
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Strommarkt im Rückblick:

Risikoprämie am Terminmarkt, differenziertes Bild im Spotmarkt

Der Stromterminmarkt zeigte im März 2026 eine wechselhafte Entwicklung. Die Jahreskontrakte 2027, 2028 und 2029 stiegen im Monatsvergleich, wobei der Bericht für die Jahreskontrakte 2027 und 2028 jeweils +5,4 % und für 2029 +4,2 % zeigt. Bei den Quartalskontrakten fiel besonders Q1 2027 mit +7,4 % auf. Die Aufwärtsimpulse kamen vor allem aus dem Gasmarkt und aus geopolitischen Risiken. Konventionelle Stromerzeugung blieb damit ein relevanter Preiskanal. Gleichzeitig wirkten das Ende der Heizperiode, sinkende Gasnachfrage und zunehmende Einspeisung aus erneuerbaren Energien preisdämpfend.

 

Am Spotmarkt war die Lage differenzierter. Die Monatsauswertung weist einen durchschnittlichen Anstieg der EPEX-Spotpreise um +2,7 % gegenüber Februar aus. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Wirkung auf typische Lastprofile unterschiedlich ausfällt. Einschichtprofile konnten stärker von PV-getriebenen Tagespreisen profitieren als kontinuierliche Zwei- oder Dreischichtprofile.
Die zentrale Einordnung lautet daher: Der Strommarkt war im März nicht einheitlich teuer oder günstig. Am Terminmarkt überwog die Risikoprämie, am Spotmarkt blieb die reale Kostenwirkung stark abhängig von Wetter, Erzeugungsstruktur und Verbrauchsprofil.

Der März 2026 macht deutlich, wie sensibel die Energiemärkte auf geopolitische Risiken, niedrige Speicherstände und politische Unsicherheiten reagieren. Gleichzeitig zeigt sich, dass erneuerbare Energien zwar entlasten können, eine klare Beschaffungsstrategie aber nicht ersetzen. Entscheidend bleibt, Marktbewegungen nicht isoliert zu bewerten, sondern ihre Ursachen und ihre konkrete Wirkung auf das eigene Verbrauchsprofil richtig einzuordnen.

Geschäftsführer Markus Barella

Preisentwicklung Strom | Spotmarkt

Strom | EEX Day-Ahead

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Gasmarkt im Rückblick: 

volatil, aber nicht unlesbar

Der Gasmarkt war der prägendste Markt des März 2026. Der Monatsreport zeigt für die Jahreskontrakte 2027, 2028 und 2029 deutliche Anstiege von +24,7 %, +18,1 % und +13,8 %. Auch die Quartalskontrakte reagierten spürbar, insbesondere Q1 2027 mit +22,3 %.
Die Ursachen lagen im Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Die geopolitische Lage im Nahen Osten erhöhte die Sorge vor Störungen globaler LNG-Ströme. Gleichzeitig lagen die europäischen und deutschen Gasspeicher auf niedrigem Niveau. Dadurch wurde die bevorstehende Einspeichersaison zu einem zentralen Marktthema.

 

Auch der Erdgasspotmarkt reagierte deutlich. Der Monatsreport nennt für März einen Durchschnittswert von 52,685 €/MWh und ein Plus von 48 % gegenüber Februar. Diese Bewegung war besonders relevant, weil sie nicht nur kurzfristige Beschaffung betrifft, sondern auch Erwartungen an Speicherbefüllung, Winterpreise und Stromerzeugungskosten beeinflusst.

Die wichtigste Einordnung: Der Gasmarkt zeigte keine einfache Mangellage, sondern eine hohe Preisempfindlichkeit. Niedrige Speicherstände, LNG-Abhängigkeit und geopolitische Risiken wirkten zusammen. Das machte den Markt volatil, aber nicht unlesbar.

Gas | EEX Cal THE | Jahr 2027 - 2029

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Erdgas | EEX Day-Ahead

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Erdgasspeicher | Deutschland

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CO2-Zertifikate und Wechselwirkungen:

kleine Preisbewegung, große Signalwirkung

CO₂-Zertifikate blieben im März ein relevanter Einflussfaktor für den Strommarkt. Der Monatsreport nennt für den Leitkontrakt Dezember eine Preisentwicklung von +1,9 % im März und einen Schlussstand von 71,70 €/t.

 

Wichtiger als die reine Monatsbewegung war jedoch die politische Einbettung. Diskussionen über Eingriffe in das EU-Emissionshandelssystem und mögliche regulatorische Anpassungen erhöhten die Unsicherheit. Der CO₂-Markt wirkte damit nicht nur als Kostenbestandteil konventioneller Stromerzeugung, sondern auch als Erwartungsmarkt.

 

Für die Strompreisentwicklung bedeutet das: Gas und CO₂ bleiben zentrale Einflussgrößen für Terminpreise. Wenn beide Märkte gleichzeitig von Unsicherheit geprägt sind, steigt die Schwierigkeit, stabile Beschaffungsentscheidungen aus reinen Punktpreisen abzuleiten.

EUA | EEX EUA Futures | Dec 2016

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Rolle der erneuerbaren Energien:

stabilisierend im Markt, aber kein vollständiger Ausgleich

Die erneuerbaren Energien hatten im März eine stabilisierende Funktion. Der Monatsreport weist für den Zeitraum Januar bis März 2026 gegenüber 2025 eine höhere Einspeisung aus Photovoltaik und Wind aus. Für Photovoltaik wird +4,2 %, für Wind +29,9 % genannt.

 

Im Webinar wurde besonders die Photovoltaik als zunehmend relevanter Faktor für Tagesstrukturen im Stromspotmarkt hervorgehoben. Das ist für Unternehmen wichtig, weil der durchschnittliche Börsenpreis allein nicht ausreicht. Entscheidend ist, wann Strom verbraucht wird. Tageslastige Profile können stärker von PV-Einspeisung profitieren als gleichmäßige Produktionsprofile.

 

Erneuerbare Energien wirkten damit als Gegengewicht zu fossilen Preisrisiken. Sie konnten die Risikoaufschläge aus Gas und Geopolitik aber nicht vollständig neutralisieren.

Einspeisung Erneuerbare Energien

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Bedeutung für Ihr Unternehmen

Was Sie aus diesem Monat mitnehmen sollten

Der März 2026 zeigt, wie wichtig es ist, Energiepreise nicht isoliert zu betrachten. Der Monat war geprägt von steigenden Gaspreisen, geopolitischen Unsicherheiten, niedrigen Speicherständen und einem Strommarkt, dessen Entwicklung je nach Terminmarkt, Spotmarkt und Verbrauchsprofil sehr unterschiedlich ausfiel. Gleichzeitig wurde deutlich, dass erneuerbare Energien zwar entlasten können, die Wirkung fossiler Risikoprämien aber nicht vollständig aufheben.

 

=> Für Unternehmen ergibt sich daraus keine einfache Standardempfehlung, sondern ein klarer Bedarf an differenzierter Einordnung.

Praktische Schlussfolgerungen

  1. Beschaffung sollte nicht nur am Preisstand ausgerichtet werden. Entscheidend ist, ob der Preis durch kurzfristige Risikoprämien oder strukturelle Veränderungen getrieben ist.
  2. 2027 sollte gesondert bewertet werden. Die aktuellen Risikoaufschläge wirken besonders stark auf das nächstliegende Beschaffungsjahr.
  3. Spot- und Terminmarktanteile müssen zum Verbrauchsprofil passen. Ein Einschichtbetrieb hat andere Chancen und Risiken als ein kontinuierlicher Produktionsbetrieb.
  4. Gasrisiken bleiben auch Stromrisiken. Der März hat gezeigt, dass sich Gaspreisbewegungen wieder stärker auf Stromterminpreise übertragen können.
  5. Politische Entlastungen ersetzen keine Beschaffungsstrategie. Sie können punktuell wirken, schaffen aber keine verlässliche Kostenarchitektur.

Expertenempfehlungen: Drei konkrete Punkte

Empfehlung 1: Lieferjahre getrennt bewerten, nicht pauschal absichern.
Es empfiehlt sich, das Lieferjahr 2027 anders zu behandeln als 2028 und Folgejahre. Während 2027 stark von aktuellen Risikoaufschlägen betroffen war, wurden spätere Jahre zunächst weniger deutlich belastet. Unternehmen sollten daher vermeiden, alle Lieferjahre aus einer einheitlichen Marktreaktion heraus zu beschaffen.

 

Empfehlung 2: Festpreisentscheidungen für 2027 kritisch prüfen.
Für Festpreismodelle im Kalenderjahr 2027 nahmen wir im Webinar eine zurückhaltende Haltung ein: Das Preisniveau ist hoch und die Angebotsbereitschaft bei Festpreisen eingeschränkt. Daraus folgt nicht automatisch Nichtstun, aber eine klare Präferenz für strukturierte Modelle, die Ausschreibung und Beschaffungsstrategie miteinander verbinden.

 

Empfehlung 3: Lastprofil und Beschaffungsmodell zusammen denken.
Die Wirkung von Spotmarktpreisen hängt stark vom Verbrauchsverhalten ab. Wer tagsüber verbraucht, kann in PV-starken Phasen anders betroffen sein als ein Unternehmen mit kontinuierlichem Energiebedarf. Deshalb sollte die Bewertung nicht bei Börsencharts enden, sondern in konkrete Kostenwirkung übersetzt werden.

„Unternehmen brauchen in solchen Marktphasen keine hektischen Reaktionen, sondern eine belastbare Beschaffungslogik. Genau dort trennt sich Beobachtung von Entscheidung.“

Geschäftsführer Markus Barella

Einordnung zur Aktualität dieses Beitrages

Dieser Beitrag archiviert und erläutert den Energiemarkt im März 2026. Er dient damit nicht als tagesaktuelle Preisbewertung, sondern als strukturierte Rückschau auf die wesentlichen Entwicklungen des abgeschlossenen Monats.
Für die laufende Marktentwicklung ist der schriftliche EnergieMarktreport der nächste Aktualitätsschritt. Das MarktreportWebinar ergänzt diese Zahlen und Charts um Einordnung, Marktlogik und Beschaffungsperspektive. In einem laufenden Kundenkontext kann zusätzlich eine engere Bewertung über Wochenberichte, Ausschreibungsbegleitung oder konkrete Beschaffungsentscheidungen erfolgen.

Der EnergieMarktreport - Sehen Sie die Aufzeichnung des letzten Monats

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FAQ - Schnelleinblick in die Marktentwicklungen des Februars 2026

1) Was ist im Energiemarkt im März 2026 insgesamt passiert?

Der März 2026 war ein Marktmonat, in dem sich geopolitische Unsicherheit deutlich auf die Energiepreise ausgewirkt hat. Besonders der Gasmarkt stand unter Druck, weil internationale Risiken, niedrige Speicherstände in Europa und die bevorstehende Einspeichersaison die Nervosität erhöhten. Am Strommarkt zeigten sich diese Impulse vor allem am Terminmarkt, während erneuerbare Energien im Spotmarkt zeitweise entlastend wirkten. Insgesamt war der Monat daher weniger durch eine einzelne Preisbewegung als durch das Zusammenspiel mehrerer Unsicherheitsfaktoren geprägt.

Der Gasmarkt war der zentrale Risikotreiber des Monats. Die Jahreskontrakte 2027, 2028 und 2029 stiegen laut Monatsreport deutlich, ebenso reagierten die Quartalskontrakte spürbar. Hintergrund waren geopolitische Risiken im Nahen Osten, die Sorge um globale LNG-Ströme und die niedrigen Speicherstände in Europa und Deutschland. Dadurch wurde klar: Es lag keine einfache Mangellage vor, aber eine hohe Preisempfindlichkeit des Marktes.

Der Stromterminmarkt zeigte im März eine wechselhafte, insgesamt aber aufwärtsgerichtete Entwicklung. Die Jahreskontrakte 2027 bis 2029 stiegen im Monatsvergleich, bei den Quartalskontrakten fiel besonders Q1 2027 auf. Die wichtigsten Preistreiber kamen aus dem Gasmarkt und aus geopolitischen Risiken. Gleichzeitig wirkten das Ende der Heizperiode, sinkende Gasnachfrage und zunehmende Einspeisung aus erneuerbaren Energien preisdämpfend. Am Spotmarkt war das Bild differenzierter als am Terminmarkt.

Es wurde deutlich, dass die reale Kostenwirkung im Strommarkt stark vom Verbrauchsprofil abhängt. Einschichtprofile konnten stärker von PV-getriebenen Tagespreisen profitieren als kontinuierliche Zwei- oder Dreischichtprofile. Deshalb reicht es nicht, nur auf den durchschnittlichen Börsenpreis zu schauen. Entscheidend ist, wann Strom verbraucht wird und wie gut das eigene Lastprofil zu den Marktbewegungen passt.

CO₂-Zertifikate blieben ein wichtiger Einflussfaktor für den Strommarkt. Der Leitkontrakt Dezember stieg im März zwar nur moderat, wichtiger als die reine Monatsbewegung war laut Blogbeitrag aber die politische Einbettung. Diskussionen über Eingriffe in das EU-Emissionshandelssystem und mögliche regulatorische Anpassungen erhöhten die Unsicherheit. Der CO₂-Markt wirkte dadurch nicht nur als Kostenbestandteil konventioneller Stromerzeugung, sondern auch als Erwartungsmarkt.

Ja, die erneuerbaren Energien hatten im März eine stabilisierende Funktion. Der Monatsreport weist für Januar bis März 2026 gegenüber dem Vorjahr eine höhere Einspeisung aus Photovoltaik und Wind aus. Besonders Photovoltaik wurde im Webinar als relevanter Faktor für die Tagesstrukturen im Stromspotmarkt hervorgehoben. Dennoch konnten erneuerbare Energien die Risikoaufschläge aus Gas und Geopolitik nicht vollständig neutralisieren. Sie wirkten also entlastend, aber nicht als vollständiger Ausgleich.

Es empfiehlt sich, Beschaffung nicht nur am Preisstand auszurichten. Wichtiger ist die Frage, ob Marktbewegungen durch kurzfristige Risikoprämien oder durch strukturelle Veränderungen getrieben sind. Besonders das Lieferjahr 2027 sollte gesondert bewertet werden, weil hier die aktuellen Risikoaufschläge besonders stark wirkten. Außerdem sollten Spot- und Terminmarktanteile zum jeweiligen Verbrauchsprofil passen.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass sich der März nicht einfach als allgemeiner Preissteigerungsmonat lesen lässt. Entscheidend ist vielmehr, welche Marktbewegungen kurzfristig durch Unsicherheit getrieben waren und welche strukturellen Hinweise sich daraus für Beschaffung, Risikoabsicherung und Energiestrategie ergeben. Der Monat zeigt damit, dass Punktpreise allein keine ausreichende Grundlage für stabile Beschaffungsentscheidungen sind.

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