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August 2026
25 Jahre first energy
– 25 Jahre Energie im Wandel
Vom liberalisierten Energie Markt zur strategischen EnergieZukunft.
Seit 2001 begleiten wir Unternehmen und öffentliche Auftraggeber durch Marktveränderungen, Krisen, Regulierung und Transformation.
Personen von links: Liwia Sommer, Markus Barella, Oliver Stöhr - IHK Teamleitung Unternehmensförderung
2001 war der liberalisierte Strommarkt noch jung. Energie Beschaffung war vergleichsweise überschaubar, viele heutige Regelungen existierten nicht, und Begriffe wie PPA, Flexibilitätsmanagement, CO₂-Bilanzierung oder Dekarbonisierungsstrategie spielten im Unternehmensalltag kaum eine Rolle. Seitdem hat sich der EnergieMarkt grundlegend verändert – und first energy mit ihm.
Die IHK Kassel-Marburg würdigt unser 25-jähriges Bestehen mit einer Ehrenurkunde. Für uns ist sie vor allem ein sichtbarer Beleg für Kontinuität in einem Markt, der in diesen 25 Jahren kaum etwas anderes war als kontinuierliche Veränderung. Deshalb wollen wir das Jubiläum weniger nutzen, um zurückzuschauen, als um eine Frage zu beantworten: Was haben uns 25 Jahre Energie gelehrt – und was bedeutet das für die kommenden zehn Jahre?
2001: Als EnergieEinkauf noch fast Wilder Westen war
Als first energy startete, war der Wettbewerb im Strommarkt noch jung. Neue Lieferanten, neue Vertragsmodelle und neue Möglichkeiten trafen auf Strukturen, die sich erst entwickeln mussten. Vieles war weniger standardisiert, weniger reguliert und aus heutiger Sicht erstaunlich unkompliziert – manchmal tatsächlich ein wenig wie Wilder Westen.
Unsere Aufgabe war damals entsprechend klar: Märkte verstehen, Angebote vergleichbar machen, Verträge verhandeln und Energie möglichst wirtschaftlich beschaffen. Unser damaliger Namenszusatz brachte dieses Selbstverständnis auf den Punkt: „die Energiebroker“. Der Begriff war selbstbewusst gewählt, vielleicht für die damalige Unternehmensgröße sogar etwas groß – aber er beschrieb sehr genau, worum sich der junge Markt und unsere Arbeit drehten.
Gas folgte als liberalisierter Markt später und entwickelte eine eigene Dynamik. Mit zunehmendem Wettbewerb wuchsen zugleich die Möglichkeiten und die Anforderungen an Beschaffungsmodelle, Vertragsgestaltung und Risikosteuerung. Aus der einfachen Frage „Wer liefert günstiger?“ wurde schrittweise die Frage „Welche Beschaffung passt zu unserem Unternehmen und zu unserem Risiko?“
2001 halfen wir unseren Kunden vor allem dabei, Energie besser einzukaufen.
Das war der Anfang – nicht das Ende der Entwicklung.
Aus einem Markt wird ein System
Die folgenden Abschnitte sind keine lückenlose Chronologie.
Sie zeigen die Veränderungen, die aus einer vergleichsweise klaren Einkaufsaufgabe Schritt für Schritt eine strategische Unternehmensaufgabe gemacht haben.
1
Energie wird zum Markt
Mit der Liberalisierung entstanden Wettbewerb, neue Anbieter und Vertragsmodelle. Für Unternehmen bedeutete das neue Chancen, aber auch komplexere Entscheidungen: Marktpreise, Mengen, Laufzeiten, Tranchen, Toleranzen und Vertragsrisiken mussten gemeinsam betrachtet werden.
Über Jahre entwickelte first energy daraus eine breite Marktkenntnis und ein belastbares Netzwerk zu Energieversorgern, Händlern und Marktpartnern. Dieses Netzwerk dient nicht als Selbstzweck, sondern hilft uns, Kundenanforderungen präzise in den Markt zu übersetzen, Modelle kritisch zu vergleichen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.
2
Energie wird reguliert
Mit Stromsteuer, Abgaben, Umlagen, Netzentgelten, gesetzlichen Entlastungsmöglichkeiten und immer neuen regulatorischen Anforderungen wurde deutlich: Der EnergiePreis ist nicht die EnergieRechnung. Unternehmen mussten zunehmend verstehen, aus welchen Bestandteilen ihre EnergieKosten entstehen, welche Regelungen für sie gelten und wo wirtschaftliche oder rechtliche Handlungsoptionen bestehen.
Damit wurde EnergieBeratung breiter: Neben die Beschaffung traten EnergieNebenkosten, Steuern und Abgaben, Netzentgelte, Meldepflichten und die laufende Beobachtung regulatorischer Veränderungen.
3
Energie wird Managementaufgabe
EnergieEffizienz, EnergieAudits, Energie- und Umweltmanagementsysteme sowie steigende Dokumentations- und Nachweispflichten veränderten die Rolle von Energie im Unternehmen erneut. Energie musste nicht mehr nur eingekauft, sondern gemessen, bewertet, organisiert und kontinuierlich verbessert werden.
Aus EnergieKompetenz wurde damit zunehmend Organisationskompetenz. Daten, Verantwortlichkeiten, Prozesse und Managementsysteme wurden ebenso wichtig wie Marktpreise und Verträge.
4
„Öko“ wird zu Nachhaltigkeit – und Nachhaltigkeit zu Zukunftsfähigkeit
Nachhaltigkeit ist für first energy kein neues Thema. Seit der Gründung beschäftigt uns die Frage, wie sich wirtschaftliches Handeln, Energieverbrauch und Verantwortung für Ressourcen verbinden lassen.
Heute sprechen wir zunehmend vom Begriff „Zukunftsfähigkeit“, weil Energie- und Ressourcenthemen Kosten, Investitionen, Versorgungssicherheit, regulatorische Risiken, Geschäftsmodelle und Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen.
5
Energie wird vernetzt
Heute lassen sich die einzelnen Themen kaum noch sinnvoll voneinander trennen. Eine PV-Anlage verändert Beschaffungsmengen und Lastprofile. Ein Speicher kann Marktpreise, Leistungsspitzen und Netzentgelte beeinflussen. Elektrifizierung verändert Netzanschlüsse und Beschaffungsstrategien. Nachhaltigkeitsziele wirken auf Investitionen und EnergieTräger. Regulatorik greift in Prozesse, Nachweise und Managementsysteme ein.
Genau deshalb ist aus einer Einkaufsberatung ein ganzheitliches Beratungsverständnis entstanden. Nicht, weil ein möglichst großes Leistungsportfolio das Ziel war, sondern weil die Fragestellungen unserer Kunden selbst immer stärker miteinander verbunden sind.
2013: Papierlos über Nacht
Nicht alle Veränderungen entstehen aus einem strategischen Plan. In der Nacht zum 13. Januar 2013 wurde in unsere damaligen, gemieteten Büroräume eingebrochen und anschließend Brandstiftung begangen. Ein großer Teil unserer Büroinfrastruktur und Unterlagen wurde zerstört. Wir wurden damit – unfreiwillig – tatsächlich über Nacht papierlos.
Entscheidend war für uns, was danach geschah. Unsere telefonische Erreichbarkeit war nur für einen Tag eingeschränkt. Innerhalb von fünf Werktagen hatten wir Arbeitsplätze, IT und Infrastruktur in einer provisorischen Lösung so weit wieder aufgebaut, dass wir für unsere Kunden wieder weitgehend normal arbeiten konnten. Viele Kunden bemerkten kaum, welche Herausforderung hinter den Kulissen zu bewältigen war.
Der Einschnitt wurde zugleich zum Ausgangspunkt einer umfassenden Neugestaltung. 2013 begannen wir mit dem Um- und Ausbau unseres heutigen Unternehmensstandorts, den wir im Mai 2014 bezogen. Und auch unser Selbstverständnis hatte sich verändert: Im zweiten Halbjahr 2013 wurde aus „die EnergieBroker“ der neue Zusatz „die EnergieExperten“.
Das Feuer war der äußere Anlass, vieles neu aufzubauen. Die fachliche Veränderung hatte sich jedoch längst abgezeichnet: first energy war nicht mehr nur EnergieBeschaffung. Das Unternehmen hatte begonnen, Energie aus mehreren Perspektiven zu betrachten.
→ Verlässlichkeit zeigt sich gerade dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.
Märkte verändern sich. Krisen beschleunigen Veränderung.
25 Jahre EnergieMarkt verlaufen nicht geradlinig. Finanzkrise, Fukushima, Pandemie, EnergieKrise, der russische Angriff auf die Ukraine, Unsicherheiten der Gasversorgung und weitere geopolitische Konflikte haben Preise, politische Prioritäten und unternehmerische Entscheidungen immer wieder abrupt verändert. Hinzu kamen regulatorische Umbrüche und Phasen außergewöhnlicher Volatilität an Termin- und Spotmärkten.
Für unsere Kunden bedeutete jede dieser Phasen etwas anderes. Mal standen Preise und Beschaffungszeitpunkte im Vordergrund, mal Versorgungssicherheit, Vertragsrisiken, Mengenflexibilität oder die Frage, wie weit langfristige Entscheidungen unter großer Unsicherheit überhaupt sinnvoll getroffen werden können.
Die wichtigste Erfahrung daraus ist nicht, dass sich Krisen vorhersagen lassen.
Im Gegenteil: Gute EnergieBeratung muss damit umgehen können, dass wesentliche Entwicklungen nicht zuverlässig prognostizierbar sind. Deshalb braucht es Strategien, Entscheidungsregeln und Risikogrenzen, die auch dann tragen, wenn der Markt einen anderen Weg nimmt als erwartet.
→ Es gibt keine dauerhaft richtige Beschaffungsstrategie. Es gibt Strategien, die zu Unternehmen, Marktphase, Risikotragfähigkeit und Zielsetzung passen.
Wissen teilen gehört für uns zur Beratung
EnergieBeratung bedeutet für uns nicht, Wissen zurückzuhalten, damit Beratung notwendig bleibt. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Verantwortliche Zusammenhänge verstehen und Informationen einordnen können.
Deshalb haben wir unsere Informationsangebote über die Jahre kontinuierlich ausgebaut: Marktinformationen, EnergieMarkt-Reports, Fachbeiträge, Sonderformate und mehrteilige Webinarreihen für unterschiedliche Zielgruppen
Im August 2026 haben wir unser 50. EnergieMarktreport-Webinar durchgeführt. Hinzu kommen zahlreiche Fach- und Sonderwebinare, die in den vergangenen Jahren entstanden sind und zunehmend auch dauerhaft in unserer Mediathek verfügbar werden.
Unser Anspruch ist dabei nicht, möglichst viele Informationen bereitzustellen. Entscheidend ist die Einordnung: Was ist tatsächlich relevant? Was verändert eine Entscheidung? Wo besteht Handlungsbedarf – und wo nicht?
EnergieBeratung bedeutet für uns nicht, Wissen zurückzuhalten, damit Beratung notwendig bleibt. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Verantwortliche Zusammenhänge verstehen und Informationen einordnen können.
Deshalb haben wir unsere Informationsangebote über die Jahre kontinuierlich ausgebaut: Marktinformationen, EnergieMarkt-Reports, Fachbeiträge, Sonderformate und mehrteilige Webinarreihen für unterschiedliche Zielgruppen
Im August 2026 haben wir unser 50. EnergieMarktreport-Webinar durchgeführt. Hinzu kommen zahlreiche Fach- und Sonderwebinare, die in den vergangenen Jahren entstanden sind und zunehmend auch dauerhaft in unserer Mediathek verfügbar werden.
Unser Anspruch ist dabei nicht, möglichst viele Informationen bereitzustellen. Entscheidend ist die Einordnung: Was ist tatsächlich relevant? Was verändert eine Entscheidung? Wo besteht Handlungsbedarf – und wo nicht?
→ Informationen sind ständig überall verfügbar. Orientierung entsteht aber erst durch Einordnung.
Heute: Energie ist kein Einzelthema mehr
Heute beginnt gute EnergieArbeit nicht mehr bei einem einzelnen Produkt. Sie beginnt bei den Zusammenhängen. Für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber stellen sich gleichzeitig mehrere Fragen, die sich gegenseitig beeinflussen.
Was uns 25 Jahre gelehrt haben
Heute beginnt gute EnergieArbeit nicht mehr bei einem einzelnen Produkt. Sie beginnt bei den Zusammenhängen. Für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber stellen sich gleichzeitig mehrere Fragen, die sich gegenseitig beeinflussen.
1
Energie muss ganzheitlich gedacht werden
Beschaffung, Verbrauch, Regulierung, Eigenerzeugung, Netze und Nachhaltigkeit beeinflussen sich gegenseitig. Einzeloptimierungen können sinnvoll sein – langfristig belastbar werden sie erst, wenn ihre Auswirkungen auf das Gesamtsystem verstanden sind.
2
Strategie schlägt Aktionismus
Märkte werden nie vollständig vorhersehbar sein. Deshalb sind klare Ziele, Risikogrenzen, Entscheidungswege und eine Strategie für unterschiedliche Marktsituationen wichtiger als die Suche nach dem vermeintlich perfekten Zeitpunkt.
3
Daten allein schaffen noch keine Entscheidung
Mehr Daten und bessere Systeme erhöhen Transparenz. Steuerungswissen entsteht jedoch erst, wenn Daten eingeordnet, Verantwortlichkeiten definiert und Konsequenzen für konkrete Entscheidungen abgeleitet werden.
4
Unabhängigkeit bleibt Voraussetzung guter Beratung.
Marktkenntnis und ein breites Netzwerk zu Lieferanten und Marktpartnern sind wertvoll.
Entscheidend ist aber, aus wessen Perspektive sie genutzt werden. Unsere Perspektive ist die unseres Auftraggebers.
5
Zukunftsfähigkeit entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen
Eine PV-Anlage, ein Managementsystem oder ein neuer Liefervertrag können wichtige Bausteine sein. Zukunftsfähigkeit entsteht, wenn EnergieVersorgung, Effizienz, Regulierung, Investitionen und Transformation in eine gemeinsame Richtung wirken.
Vom EnergieBroker zur EnergieExpertise
Als first energy 2001 gegründet wurde, lautete unser Zusatz „die Energiebroker“. Er passte zu einem jungen liberalisierten Markt und zu einer Beratung, deren Schwerpunkt klar auf der wirtschaftlichen Beschaffung von Energie lag.
Im zweiten Halbjahr 2013 wurde daraus „die Energieexperten“. Der Zeitpunkt fiel mit dem Neuaufbau unseres Unternehmens nach dem Brand zusammen – inhaltlich spiegelte er aber vor allem wider, was sich fachlich bereits verändert hatte. Energie war mehr geworden als Einkauf, und first energy hatte Kompetenzen in weiteren Themenfeldern aufgebaut.
2026 gehen wir nach 25 Jahren den nächsten Schritt. Aus „die Energieexperten“ wird „die Energieexpertise“.
Der neue Begriff ist bewusst gewählt. Er ist gemeinschaftlicher und löst Kompetenz von einzelnen Personen. Denn die EnergieFragen von heute und morgen lassen sich nicht durch den einen Experten oder die eine Expertin beantworten. Sie brauchen unterschiedliche fachliche Perspektiven, Erfahrung, gemeinsame Methoden, Wissenstransfer und die Fähigkeit, daraus eine belastbare Gesamtlösung zu entwickeln.
„Die Energieexpertise“ steht deshalb für ein Unternehmen, in dem Kompetenz nicht nur in einzelnen Köpfen steckt, sondern im Zusammenspiel von Menschen, Fachdisziplinen, Methoden, Prozessen und gemeinsamem Wissen. Gleichzeitig bleiben die Menschen sichtbar: Expertise entsteht durch Menschen – aber sie wird stärker, wenn sie geteilt und miteinander verbunden wird.
EnergieExpertise entsteht gemeinsam
EnergieEinkauf, Marktanalyse, EnergieNebenkosten, Managementsysteme, Nachhaltigkeit, Compliance, öffentliche Ausschreibungen, EnergieDaten und strategische Beratung erfordern unterschiedliche Kompetenzen. Die Qualität unserer Arbeit entsteht deshalb nicht nur in jeder einzelnen Disziplin, sondern vor allem in ihrem Zusammenspiel.
Hinter first energy stehen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Aufgaben und Perspektiven. Gemeinsam tragen sie Wissen weiter, hinterfragen Lösungen, entwickeln Methoden und übernehmen Verantwortung. Genau dieses gemeinsame Leistungsvermögen meinen wir, wenn wir heute von Energieexpertise sprechen.
Nach 25 Jahren ist first energy damit weniger denn je die Kompetenz einer einzelnen Person. Das Unternehmen ist aus einer Gründeridee entstanden – seine Zukunft entsteht aus breiter verteilter Verantwortung und aus einem Team, das die nächste Entwicklungsphase gemeinsam gestalte
Energie 2035: Was die kommenden zehn Jahre prägen wird
25 Jahre Erfahrung machen Zukunft nicht vorhersehbar. Sie helfen aber, Entwicklungen einzuordnen und zu erkennen, welche Fähigkeiten Unternehmen benötigen werden. Für die kommenden Jahre sehen wir insbesondere folgende Entwicklungslinien.
Energie wird elektrischer.
1. Energie wird elektrischer.
Wärme, Mobilität und industrielle Prozesse werden zunehmend elektrifiziert. Dadurch verändern sich nicht nur EnergieMengen, sondern Lastprofile, Netzanschlüsse, Leistungsspitzen und Beschaffungsstrategien. Die entscheidende Frage wird immer häufiger lauten, wann Strom benötigt, erzeugt, gespeichert, verschoben oder vermieden werden kann.
Energie wird volatiler.
2. Energie wird volatiler.
Mit einem höheren Anteil wetterabhängiger Erzeugung verändern sich Preisstrukturen und Marktmechanismen. Flexibilität erhält einen wirtschaftlichen Wert. Terminmarkt, Spotmarkt, Eigenerzeugung, Speicher und Verbrauchssteuerung müssen stärker miteinander gedacht werden.
Energie wird dezentraler.
3. Energie wird dezentraler.
Unternehmen werden zunehmend gleichzeitig Verbraucher, Erzeuger, Speicherbetreiber und gegebenenfalls Vermarkter. Damit verschwimmen klassische Rollen. Neue Chancen entstehen – aber auch neue Anforderungen an Daten, Verträge, Bilanzierung und Wirtschaftlichkeitsbewertung.
Energie und Netz wachsen stärker zusammen.
4. Energie und Netz wachsen stärker zusammen.
Netzkapazitäten, Leistungsspitzen, Netzentgelte und lokale Netzsituationen werden stärker in Investitions- und Betriebsentscheidungen hineinwirken. Die Optimierung des Energiepreises allein reicht dann nicht mehr; Unternehmen müssen Energie und Netznutzung gemeinsam betrachten.
Regulierung bleibt dynamisch.
5. Regulierung bleibt dynamisch.
Einzelne Gesetze, Umlagen und Berichtspflichten werden sich verändern. Die regulatorische Komplexität als solche wird jedoch nicht verschwinden. Unternehmen brauchen deshalb weniger punktuelles Regelwissen als Strukturen, mit denen sie Veränderungen erkennen, bewerten und zuverlässig umsetzen können.
Energie wird daten-getriebener – und Beratung verändert sich durch KI.
6. Energie wird datengetriebener – und Beratung verändert sich durch KI.
Automatisierung, Datenanalyse und künstliche Intelligenz werden Informationsbeschaffung und Auswertung erheblich verändern. Informationen werden schneller und breiter verfügbar. Gerade deshalb gewinnen Einordnung, Erfahrung und die Verbindung unterschiedlicher Fachperspektiven an Bedeutung. Neue Technologien sollen Expertise besser verfügbar machen – Verantwortung, Bewertung und strategische Entscheidung bleiben menschliche Aufgaben.
Nachhaltigkeit wird zu Zukunftsfähigkeit.
7. Nachhaltigkeit wird zu Zukunftsfähigkeit.
Die zentrale Frage wird nicht sein, ob ein Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Entscheidend wird sein, ob EnergieVersorgung, Investitionen, Prozesse und Geschäftsmodell langfristig wirtschaftlich, resilient und unter veränderten Rahmenbedingungen tragfähig sind. Nachhaltigkeit wird damit weniger Zusatzaufgabe und stärker Bestandteil unternehmerischer Strategie.
→ Die EnergieFragen der kommenden zehn Jahre werden nicht durch mehr Einzelwissen gelöst, sondern durch besser vernetztes Wissen.
→ Die EnergieFragen der kommenden zehn Jahre werden nicht durch mehr Einzelwissen gelöst, sondern durch besser vernetztes Wissen.
Als ich first energy 2001 gegründet habe, war EnergieBeratung etwas völlig anderes als heute. Dass aus dieser Idee ein Unternehmen mit unterschiedlichen Fachbereichen, Menschen und Kompetenzen entstanden ist, bedeutet mir mehr als die Zahl 25 selbst. Die Aufgabe für die kommenden Jahre sehe ich darin, unser Wissen und unsere Erfahrung noch stärker miteinander zu verbinden und Unternehmen dabei zu unterstützen, aus EnergieFragen belastbare Zukunftsentscheidungen zu machen."
Markus Barella | Gründer & Geschäftsführer
Die Stärke von first energy liegt heute darin, dass unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Unsere Kunden brauchen nicht nur Fachwissen in einzelnen Themen, sondern Orientierung an den Schnittstellen. Für die nächste Entwicklungsphase wollen wir Verantwortung weiter verteilen, Wissen noch stärker verbinden und unsere EnergieExpertise als Team weiterentwickeln."
Liwia Sommer | Vertrieb & Geschäftsleitung
Abschließende Gedanken
2001: Energie besser einkaufen
↓
2026: Energie ganzheitlich steuern.
↓
2035: Energie als Bestandteil unternehmerischer Zukunftsfähigkeit gestalten.
25 Jahre first energy sind für uns deshalb keine abgeschlossene Geschichte. Sie sind Erfahrung, auf der wir aufbauen können. Märkte, Technologien und Anforderungen werden sich weiter verändern. Unser Anspruch bleibt, Komplexität zu reduzieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und gemeinsam mit unseren Kunden Entscheidungen zu entwickeln, die auch morgen tragen.
