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Hohe Stromrechnung trotz Lockdown

Lockdown

Geschlossene Läden oder eine reduzierte Produktion sind in diesen Wochen nichts Ungewöhnliches. Doch während damit der Stromverbrauch sinkt ist die Monatsrechnung trotzdem ähnlich hoch. Warum?

Der Leistungspreis wird trotz geringem Verbrauch weiter berechnet

Einige Preisbestandteile der Netzentgelte, wie der Grund- oder Messpreis sowie der Leistungspreis werden unabhängig vom Verbrauch zu einem Zwölftel des Jahresbetrages in Rechnung gestellt.

Besonders der Leistungspreis schlägt hier überproportional durch. Er wird vom Netzbetreiber für die höchste gleichzeitig entnommene Leistung des Kunden innerhalb eines Jahres erhoben und kann je nach Spannungsebene und Netzbetreiber bis zu 130 €/kW/Jahr betragen. So macht dies bei einer Jahreshöchstlast von 1.000 kW bereits rund 11.000 € pro Monat aus. Dieser anteilige Leistungspreis wird in jedem Monat nach der bisherigen Höchstlast des Jahres abgerechnet und sorgt damit trotz eines geringeren Monatsverbrauches in der aktuellen Rechnung für verhältnismäßig hohe Kosten.

Achtung Vertragsklauseln: Auf Mehr- / Mindermengenregelungen achten!

Noch immer werden Regelungen zu Mehr- und/oder Mindermengen (sogenannten take-or-pay-Regelungen) in Verträgen vereinbart. Damit wird sichergestellt, dass Schäden die aus zu starken Verbrauchsabweichungen entstehen können, eine Abrechnungsgrundlage haben.

Was bedeutet das für den Kunden?
Eine übliche Regelung ist ein Toleranzband von 20%. Das bedeutet, dass Abweichungen der geplanten Verbrauchsmenge um 20% ohne Auswirkungen für den Kunden bleiben. Ist die Abweichung größer, kann der Lieferant die sich daraus ergeben Kosten an den Kunden weiterleiten. Das bedeutet im schlechtesten Fall, das Ihnen Kosten für nicht genutzten Strom entstehen. Diese ergeben sich aus den Preisdifferenzen an den Energiebörsen, wenn ein Lieferant überschüssigen Strom verkaufen muss und dafür, auf Grund des Preisverfalls an der Börse, weniger bekommt als ursprünglich bezahlt. Genau diese Situation liegt aktuell vor. Durch die Corona-Krise sind die Energiebörsenpreise eingebrochen, da der gesamte Strombedarf um rund 7% gesunken ist. Es handelt sich also um tatsächliche Kosten des Lieferanten, die Ihnen weiterbelastet werden. 

Ihre Rechnung erscheint Ihnen zu hoch? Ihre Vertragsbedingungen sind unverständlich? Gerne klären wir, welche Regelungen bei Ihnen vereinbart wurden und inwieweit die gestellten Rechnungen korrekt sind. Kommen Sie hierzu einfach auf uns zu.

Eva Jausel

Eva Kohlhausen
Telefon: 05605 93928-11
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Kommentare 1

Gäste - Klaus Gronitz am Mittwoch, 03. Juni 2020 12:12
Wir hatten zu - unsere Rechnung ist trotzdem richtig hoch

Das macht doch langsam alles keinen Spaß mehr. Wir mussten!! 8 Wochen schließen und haben keine Einnahmen. Unsere Mitarbeiter waren in Kurzarbeit. Als die letzte Rechnung kam, konnte ich kaum glauben was da steht.
An der Hotline, die ständig besetzt war, konnte man mir nicht erklären warum die Rechnung so hoch war. Jetzt ist es mir zumindest klarer. Danke.

Das macht doch langsam alles keinen Spaß mehr. Wir mussten!! 8 Wochen schließen und haben keine Einnahmen. Unsere Mitarbeiter waren in Kurzarbeit. Als die letzte Rechnung kam, konnte ich kaum glauben was da steht. An der Hotline, die ständig besetzt war, konnte man mir nicht erklären warum die Rechnung so hoch war. Jetzt ist es mir zumindest klarer. Danke.
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